De Olifant Produkte sind ein Erlebnis für alle Sinne. Die aromatischen Zigarillos und Zigarren kommen in Kisten aus feinstem Zedernholz, mit einem kleinen Elefanten verziert und dem Hinweis „Kampen Holland“ versehen. Kampen liegt im Nordosten der Niederlande, in der Nähe des Ijsselmeers. Die ehemalige Hansestadt ist heute ein idyllisches Örtchen mit historischen Lagerhäusern, imposanten Kirchen, alten Segelschiffen und hübschen Ziegelhäusern. Sie zeugen von einer turbulenten Zeit, als Kampen eine einflussreiche Handelsmetropole war. Seit 1826 fertigt De Olifant Zigarren und Zigarillos in Kampen. Damals war die kleine Zigarrenfabrik Teil einer florierenden Tabakindustrie. Heute ist De Olifant das einzige Unternehmen, das sich dort halten konnte. Nach wie vor produziert es seine Tabakwaren im Werk auf der Voorstraat in Kampen.
Doch ganz unbeirrt und abgekoppelt von den Entwicklungen der Gegenwart kann auch De Olifant nicht agieren. Im jüngsten Newsletter erklärt das Unternehmen, warum Zigarren eigentlich so kostbar sind und ihre Herstellung aufgrund aktueller Bedingungen immer kostspieliger wird.
Aktuelle Gesetzgebung zieht höhere Kosten nach sich
Am 19. Mai 2014 trat die EU-Richtlinie für Tabakerzeugnisse in Kraft, am 20. Mai 2016 wurde sie zu geltendem Recht. Die Durchführung der TPD2 – so wird die EU-Tabakproduktrichtlinie genannt – zieht leider erhebliche Kosten aufseiten der Tabak-Unternehmen nach sich. Denn obwohl es nur eine europäische Richtlinie gibt, muss sie auf nationaler Ebene gemäß individueller Gesetze auf verschiedene Art und Weise umgesetzt werden. Für ein international tätiges Unternehmen wie De Olifant, deren Zigarren und Zigarillos überall auf der Welt gefragt sind, bedeutet dies, dass es für jeden Handelspartner Produktlinien mit jeweils anderer Verpackung und Stickern produzieren und auf Vorrat halten muss. Ein Anstieg der Kosten ist unvermeidlich.
Guter Tabak wird immer seltener
De Olifant stellt außerdem fest, dass es immer schwieriger wird, wirklich gute Tabake zu erwerben. Es gibt immer weniger Anbauflächen für Tabak und die Erntemenge schwankt aufgrund schlechter Wetterbedingungen erheblich. Die Suche nach Tabak, der für De Olifant infrage kommt, gestaltet sich immer mühseliger. De Olifant verwendet für seine Zigarren unter anderem das feine Sumatra-Sandblatt, ein höchst seltener und delikater Tabak mit mild-aromatischem Geschmack. Um die Produktion von Zigarren auf höchstem Niveau gewährleisten zu können, muss De Olifant deutlich mehr Zeit und Erfahrung aufwenden als in der Vergangenheit. Das Unternehmen rechnet künftig mit höheren Investitionssumme, um für die kommenden fünf bis zehn Jahre ausreichend Qualitäts-Tabake erwerben zu können.
Doch nicht nur Tabak wird rar, auch das Zedernholz, aus dem die Verpackungskisten der Zigarren und Zigarillos von De Olifant gefertigt sind, wird immer mehr zur Seltenheit. Das widerstandsfähige Holz ist für seinen angenehmen Geruch bekannt und eine wundervolle Ergänzung zu den Produkten von De Olifant. Damit die Zigarren weiterhin in Zedernholz verpackt werden können, müssen höhere Aufwendungen getätigt werden.
De Olifant: Traditionen pflegen, hohen Qualitätsstandard halten
Bei De Olifant werden Zigarren in einem historischen, monumentalen Gebäudekomplex gefertigt. Schon ein Blick genügt, und man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Kein Wunder also, dass die Zigarrenmanufaktur in Kampen nicht nur ein Magnet für Zigarrenbegeisterte ist, sondern darüber hinaus zahlreiche Besucher und Touristen anzieht. Jeder, der bisher „De Olifant-Luft schnupperte“ sei begeistert und gefesselt, heißt es im Newsletter. Aus diesem Grund ist es dem Unternehmen sehr daran gelegen, dieses Gebäude zu erhalten. Jedoch zieht seine Unterhaltung einen hohen finanziellen Aufwand nach sich. 2016 hat De Olifant einen umfangreichen Renovierungsplan in Angriff genommen, der bis Ende 2018 umgesetzt wird.
Nicht zuletzt ist die Produktion selbst sehr arbeitsintensiv und aufwendig, da sie nicht digital oder computerbasiert geschieht, sondern auf menschliche Beurteilung basiert. Eine Vorgehensweise, die Geld kostet und ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erfordert. Um den hohen Qualitätsstandard der Manufaktur zu erhalten, hat sich De Olifant dazu entschieden, diese Arbeitsweise auch in Zukunft zu pflegen.
















