Die Geschichte der Familie Plasencia liest sich wie ein Abenteuerroman. 1865 trat Eduardo Plasencia die Reise von den Kanarischen Inseln nach Kuba an, um dort Tabak anzubauen. Doch die Irrungen und Wirrungen des Lebens ließen den Plasencias keine Ruhe: Zwei Revolutionen und einen zerstörerischen Schimmelbefall musste die Familie überstehen, bis es ihnen vergönnt war, ihren Traum vom Tabakanbau erfolgreich in die Tat umsetzen zu können.
Heute liegt die Marke Plasencia in den Händen der fünften Generation und genießt weltweit einen exzellenten Ruf. Zigarrenhersteller wie Aficionados schätzen ihre Tabakerzeugnisse. Nun stehen neue Zigarrenlinien in den Startlöchern, darunter Plasencia Alma, die ab jetzt auch im Sortiment von zigarre.de vertreten ist. Peter Stephani nahm dies zum Anlass und stattete Nestor Senior und seinen drei Söhnen in diesem Jahr einen Besuch ab, um sich vor Ort ein Bild von der Zigarrenproduktion zu machen. Er war begeistert von der Herzlichkeit, mit der die Reisegruppe in Nicaragua begrüßt wurde. Der Besuch in der Fabrik von Plasencia war nicht geplant und sehr spontan. Nestor versammelt trotzdem seine Führungsriege an einem Samstag um sich, obwohl die Fabrik geschlossen war. Der nach modernsten Managementstandards organisierte Betrieb hinterließ bei ihm bleibenden Eindruck. Auch auf den Tabakfeldern, auf welchen wir noch Plasencia sr. einen Besuch abstatteten, war die Begeisterung der Familie für das Produkt Tabak zu spüren. Die Plantagen waren aufgeräumt und die Felder werden nachhaltig bewirtschaftet. Eine genüssliche Zigarre in der eigenen Plasencia Lounge war natürlich selbstverständlich. Im nächsten Jahr wird Peter Stephani nochmals nach Nicaragua reisen, um die Zusammenarbeit zwischen Plasencia und zigarre.de zu vertiefen.

Fidel Castro machte Plasencia auf Kuba einen Strich durch die Rechnung
Eine Odyssee beginnt: 1959 beschlagnahmt Fidel Castro während der kubanischen Revolution alle Tabakplantagen, sodass sich Familie Plasencia gezwungen sah, das Land zu verlassen. Über Mexiko ging es nach Honduras und anschließend nach Nicaragua. Hier kauften sie eine Tabakfarm und ließen sich nieder, unglücklicherweise wieder einmal zum falschen Zeitpunkt: 1979 übernahmen die Sandinisten die Macht in Nicaragua und für Kubaner – ihnen wurde per se eine ablehnende Haltung gegenüber der Revolution unterstellt – war es das Beste, das Land zu verlassen. Abermals ging es nach Honduras, um von Neuem zu beginnen.
Doch ein weiteres Unglück ereilte die Familie, wenn auch ganz anderer Art: 1981 vernichtete hartnäckiger Blauschimmel 100 Prozent der Ernte. Ein großzügiger Einsatz von Pilzbekämpfungsmittel machte die den Schimmel zudem resistent, sodass den Plasencias nichts anderes übrigblieb, als mit dem Schimmel und den geringen Erträgen auszukommen. Als zweites Standbein begann Nestor Senior mit der Zigarrenproduktion. Die Produktion war zunächst sehr klein, sie produzierten Zigarren für Cigars by Santa Clara und Interamerican Cigars. Doch immer mehr Hersteller bekamen Wind von der guten Qualität, die Nachfrage stieg und die Produktion wurde angekurbelt. Anfang der 1990er Jahre kehrte die Familie zurück und bekam durch die neue Präsidentin ein neues Stück Land zugewiesen. Dank des guten Rufes, des Wissens und Durchhaltevermögens hatte die Familie es geschafft, allen Katastrophen die Stirn zu bieten.
Ein Unternehmen am Scheideweg: Bald stehen die Söhne am Hebel
Noch hält Nestor Senior die Zügel des Unternehmens fest in der Hand. Er und sein Vater, die zweimal den Neuanfang wagten und sich
von Schicksalsschlägen nicht unterkriegen ließen, genießen bei den Söhnen Gustavo, Nestor Junior und José Luis ein hohes Ansehen. Sie sind froh, auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen zu können. Neben dem Wissen sind es aber vor allem die vermittelten Werte wie Durchhaltevermögen, Ausdauer und Fleiß, die die Brüder zu starken Unternehmern der Zigarrenbranche machen.
Gustavo, Nestor Junior und José Luis sind offen für neue Ansätze und Technologien. Insbesondere umweltverträglichen Methoden stehen die jungen Plasencias offen gegenüber. Jügst wurde ein neues Bewässerungs- und Dünnungssystem eingeweiht, das unter anderem den Wasserverbrauch beim Tabakanbau um 50 Prozent senkt. Außerdem verwenden sie Reenwurmkot als Dünger, den Pflanzenstoff Neem als Dünger, Knoblauch gegen Schädlinge und die Pilzart Trichoderma, um Wurzelkrankheiten vorzubeugen. Das Ziel ist es, Tabak auf möglichst nachhaltig anzubauen, damit viele weitere Generationen ihn genießen können. Die Idee, komplett organische Zigarren herzustellen, spiegelt sich in der Reserva Organica, jetzt unter dem Namen Original, wider.
Plasencia Alma – die gute Seele der Familie in Zigarrenform
2016 erweiterte Plasencia sein Portfolio um zwei Zigarrenlinien: Cosecha 146 und Alma. Die Zigarren der Linie Cosecha 146 wurde aus Tabak der 146. Ernte der Familie hergestellt und soll an die erste Plasencia-Tabakernte im Jahr 1865 erinnern. Der Tabak stammt aus Nicaragua und Honduras.
Der eigentliche neue Star im Plasencia-Sortiment ist aber die Alma-Linie. Alma ist spanisch und bedeutet Seele. Ein eindringlicher Name, der zum Ausdruck bringt, dass die Familie und alle Mitarbeiter des Unternehmens mit ganzem Herzen und ganzer Seele bei der Produktion der Zigarren dabei sind. Auf der kleinen Kiste der Plasencia Alma ist ein Baum mit kräftigen Wurzeln zu sehen. Sie stehen sinnbildlich für die Familie, die so viele Schicksalsschläge überstanden hat und heute voller Kraft und Tatendrang in die Zukunft blickt.
Plasencias Neuzugang jetzt probieren
Über viele Jahre hinweg wurden die besten Tabake ausschließlich aus Nicaragua für die Alma-Zigarren auserkoren. Sie gelten als neues Zugpferd im Plasencia-Sortiment und sollen die gesamte Marke nach vorne bringen.
Sie erhalten die Zigarre auf zigarre.de in fünf Formaten: Alma del Fuerte Nestor IV Toro, Alma del Fuerte Sixto II Hexagono, Alma del Campo Tribu, Alma del Campo Madrono Gordo und Alma del Campo Sendero. Einlage, Umblatt und Deckblatt stammen aus den berühmten Anbaugebieten rund um Esteli. Verwendet werden die besten Criollo 98 Tabake der verschiedenen Blattstufen. Der Geschmackseindruck ist komplex und für fortgeschrittene Zigarrenliebhaber ein wahrer Hochgenuss. Insbesondere die Plasencia Alma del Fuerte Nestor IV Toro beschert ein intensiv-kräftiges Raucherlebnis von dunkler Schokolade, Erde und Röstaromen.
Die Söhne Gustavo, Nestor und José Luis treten ein verantwortungsvolles Erbe an. Ihre Mission ist es, sich mit der eigenen Marke einen Namen zu machen. Mit der Plasencia Alma ist dafür der Startschuss gefallen. Sie markiert aber nur den Anfang vieler weiterer Zigarrenlinien, die uns hoffentlich schon bald bereichern werden.








