Der Zigarre.de Jahresrückblick von unserem Head of Smoke Peter Stephani

Der Zigarre.de Jahresrückblick von unserem Head of Smoke Peter Stephani
19. Dezember 2017
Wenn man das Zigarrenjahr aus Sicht des Händler rückblickend betrachtet, dann gibt es neben den verschiedenen neuen Zigarren ein Thema, welches uns sehr beschäftigt hat. Die Lieferschwierigkeiten bei kubanischen Zigarren, speziell Cohiba haben sich extrem verschärft. Schon Ende 2016 hat sich angedeutet, dass die Cohibas nicht in der benötigten Menge nach Deutschland kommen. Selbst die Casas sind in der Zwischenzeit leer gelaufen. Von Cohiba Behike wage ich schon nicht mehr zu träumen, aber es wäre doch schön, wenn wieder einmal „Standard-Cohibas“ wie die Piradmides oder die Siglo VI den Weg zu uns finden würden. Viele Kunden haben sich aus diesem Grund nach Ersatz umgesehen und fanden Freude an der Marke Montecristo, speziell die Montecristo No. 2 machte uns 2017 sehr viel Freude. Aber auch die Bolivar Royal Corona oder die Zigarren von Hoyo de Monterrey fanden neue Abnehmer.
Einige Cohiba Liebhaber haben sich aber auch in anderen Ländern umgesehen. Auf meiner Reise nach Nicaragua im Januar hatte ich dies schon im Hinterkopf und habe mich nach Produkten umgesehen, die vielleicht den einen oder anderen kubanischen Engpass ausgleichen können. Bei Joya de Nicaragua wurde ich fündig. Die Zigarren der Antaño Serie haben mir sehr viel Freude bereitet. Auch die Liga Privadas und die Undercrown von Drew Estate passten sehr gut in diesen Schema. Im Frühsommer 2017 ergänzte Agio Cigars das Portfolio der Drew Estate Zigarren mit der Undercrown Shade. Meiner Ansicht nach eine der besten Neuerscheinungen in 2017. Mir persönlich macht diese Zigarre jedenfalls sehr viel Freude.
Das Jahr 2017 Stand aber auch im Zeichen der sogenannten Boutique Zigarren. Nach längerer Wartezeit war die Wunderlust endlich lieferbar und wir haben doch viele Liebhaber für diese besondere Zigarre aus dem Hause Schuster finden können. Ein RoMa Craft Blend mit Brasiltabaken ist schon etwas besonderes. Die Familie Schuster mit der jahrzehntelangen Erfahrung mit Rohtabaken und hier speziell den brasilianischen hatte ein sehr glückliches Händchen. Diese Zigarre ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen.
Aber auch die bekannten Marken von Robert Caldwell fanden reißenden Absatz. Die Linien um The King is Dead und Long live the King wurden erweitert. Andere Zigarren wir die Siviliana wurden leider gestrichen. Aber auch bei uns in Niederbayern hat sich zigarrentechnisch einiges getan. Ein langjähriger Kunde und guter Freund, Tobias Forst, hat sich als Aficionado einen Lebenstraum erfüllt und eine eigene Zigarre entwickelt. In Zusammenarbeit mit Henke Kelner jr. wurden in der dominikanischen Republik die Zigarren von Centaur Cigars aus der Taufe gehoben. Wie ich finde ein durchaus gelungenes Projekt mit vier tollen Zigarren.
Aber auch bei Davidoff hat sich das eine oder andere getan. Nachdem ja Anfang des Jahres eine eigene Vertriebsgesellschaft in Deutschland gegründet wurde gab es zu unserer Überraschung fast keine Probleme. Kaum Lieferschwierigkeiten und die neuen Mitarbeiter bei Davidoff haben sich sehr schnell in die teilweise unbekannte Materie eingearbeitet. Davidoff hat aber jetzt zur Intertabac noch eine ordentliches Brett abgeliefert. Die „The Late Hour“ aus der Winston Churchill Serie sind schon eine Klasse für sich. Henke Kelner hat hier eine absolute Meisterleistung abgeliefert.
Der Wechsel der Davidoff Zigarren von Arnold Andre in die eigene Davidoff Vertriebsgesellschaft hinterließ natürlich bei André eine ordentliche Lücke im Portfolio. Diese wurden aber mit neuen, innovativen Produkten gut geschlossen. Die beliebten Zigarren von Buena Vista wurden um eine komplett neue Serie erweitert, den Kentucky Dark Fired Zigarren. Aber auch die Brockhouse Zigarren von J.C. Newman, die ja von Arnold André vertrieben werden, haben Zuwachs bekommen. Der neue Blend aus dem Hause Newman verwendet ein original Connecticut Shade Deckblatt, welches in den USA gezogen wurde. Die Farbe dieser Blätter ist viel intensiver und auch geschmacklich ist ein Unterschied zu den Deckblättern aus Ecuador zu verzeichnen.
Aber auch die Klassiker der Zigarrenindustrie wie z.B. die Santa Daminiana, Romeo y Julieta oder die Alec Bradley waren zuverlässige Begleiter durchs Zigarrenjahr 2017.
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