Aktuell stehen die jungen Tabakpflanzen in de Fincas in Mittelamerika. Der erste Tabak aus dem Jahr 2019 wurde bereits in die Trockenschuppen verbracht. Wir konnten uns in den letzten Jahren in Nicaragua über den Tabakanbau vor Ort informieren. Wir besuchten die Finca La Joya in Esteli und gruben mit den eigenen Fingern im fruchtbaren Vulkanboden Nicaraguas. Dort konnten wir uns mit eigenen Augen von dem enormen, handwerklichen Aufwand überzeugen, mit welchem der herrliche Tabak angebaut wird, der für unsere Zigarren in nicht allzu ferner Zukunft verarbeitet wird.
Das Saatgut der Tabakpflanze ist extrem klein. Aus einem Saatkörnchen nicht größer als ein Staubkörnchen wächst mit Hilfe von Sonne und den mineralischen Böden der Fincas eine Pflanze von bis zu 2,5m heran. Wirtschaftlich gesehen ist die Tabakpflanze, die am intensivsten angebaute Pflanze weltweit, welche nicht essbar ist. Länder wie Cuba, Nicaragua, Honduras und die Dominikanische Republik sind wirtschaftlich extrem vom Tabakanbau abhängig.
Die Anbauperiode ist mit einer Dauer von 80 - 120 Tagen im Verhältnis zu anderen Nutzpflanzen sehr kurz und bis die Tabakpflanzen im Feld stehen, werden diese mehrfach von Hand umgetopft und auch beschnitten. Ein enormer Arbeitsaufwand, der für die Arbeiter der Finca in der Hitze Mittelamerikas auch mit großer, körperlicher Anstrengung verbunden ist. Schon der Spaziergang durch die Tabakfelder in der stechenden Sonne war für uns sehr anstrengend. Die Tabaceros müssen in diesen Verhältnissen den ganzen Tag arbeiten. Das Wissen über dieses anstrengende Tagwerk macht die Zigarren seitdem für uns noch wertvoller und schätzenswerter.
A
Plasencia experimentiert auch mit natürlichem Dünger, sprich Kompost und erzielt hier großartige Erfolge. Die Anlage für natürlichen Dünger auf der Plantage von Plasencia wurde von 2017 auf 2018 extrem ausgebaut. Offensichtlich war das Experiment von 2017 sehr erfolgreich. Nestor Plasencia konnte einen extrem positiven Einfluss auf den Tabak feststellen und baute in 2018 diese Anlage aus.
Es ist aber auch ein Ziel Pestizide auf ein Minimum zurück zu fahren, deshalb werden zwischen den Tabakfeldern Pflanzen angebaut, um Insekten in die Felder zu locken, die natürliche Feinde der Tabakschädlinge sind. Auch hier ist Plasencia ein Vorreiter in der Branche.
All diese Anstrengungen im Anbau werden unternommen, um den besten Tabak anzubauen und die besten Zigarren für uns zu produzieren.
Wenn man vor Ort die Möglichkeit hat den enormen Aufwand zu beobachten, mit welchem unser geliebter Zigarrentabak angebaut wird, dann relativiert sich der Preis so mancher Zigarre. Und bis zu diesem Zeitpunkt steht der Tabak nur in den Feldern. Bis zur fertigen Zigarre wird der Tabak bei Ernte, Fermentation, Reifung und Produktion noch viele hundert mal von Hand bearbeitet.

























