Wenn man von Kuba spricht – fällt neben Leichtigkeit, angenehmes Klima, Tradition und Kultur im gleichen Atemzug  der Begriff „des Mutterlandes“ der Zigarre. Aber auch der kubanische Zigarillo, gefertigt aus kubanischem Tabak entwickelte sich zunehmend zu einem gefragten Tabakprodukt vieler europäischer Aficionados. Mit ihren typisch kubanischem Aromen stehen die kleinen und dünnen Zigarren für kubanische Tradition, Qualität und einen unkomplizierten Rauchgenuss. Ein Zigarillo für Zwischendurch ist nicht nur alltagstauglich, sondern auch aus der Genusswelt der Kubaliebhaber nicht mehr wegzudenken. 

Die Entdeckung des kubanischen Tabaks

Nachdem Kolumbus im 15. Jahrhundert auf den Inselstaat Kuba kam und die bemerkenswerte Beobachtung machte, dass einheimische Taìno-Indianer gerollte Tabakwickel mit Genuss rauchten, wurde diesem damals befremdlich wirkende Ritual  Beachtung geschenkt und es entwickelte sich in den kommenden Jahren das Interesse an Tabak. Der Handel mit Zigarren kam erst im 18. Jahrhundert auf, als britische Seefahrer kubanische Zigarren in die nordamerikanischen Kolonialgebiete brachten. Die ersten Zigarrenmanufakturen entstanden und es wurde vermehrt Tabak auf neu errichteten Plantagen angebaut und Zigarren gewannen als Exportfaktor für Kuba  an Bedeutung.

Der Name Kubas entstammt vermutlich aus der Sprache der karibischen Einwohner, die nach der Überlieferung Kolumbus für Ihre Heimat die Wörter Cubao, Cuban oder Cibao benutzten. Abgeleitet von  cubanacàn mit den Wörtern coa (=Ort) und bana (=große)  wurde 1964 vom kubanischem Schriftsteller Josè Juan Arrom  die These aufgestellt, dass  „Kuba“ übersetzt als das „ Land/Provinz in der Mitte“  der Sprache der Arawak zuordnen lässt.  

 Der karibische Inselstatt Kuba grenzt nordwestlich an den Golf von Mexico, im Nordosten an den Atlantischen Ozean und im Süden an das karibische Meer. In Längen-und Breitengraden ausgedrückt in Etwa 22,066336° N, -79,45315° E. Aber nicht nur die geografische Lage und die dort herrschenden klimatischen Bedingungen kommen dem Tabakanbau zu Gute. 

Besonderheiten Kubanischen Tabaks 

Tabak als Nachtschattengewächs bedarf einer aufwendigen und mühsamen Aufzucht. Der Umgang und die daraus resultierenden Erfahrungen wurden im Laufe der Jahrhunderte über Generationen weitergegeben.  Das Wissen der Tabakbauern wurde stetig verbessert und auch der Samen des Tabaks  wurden im Laufe der Zeit so hybridisiert, dass aus dem kubanischem Schwarztabak tabaco negro cubano heute hauptsächlich 2 Tabakarten angebaut  werden. Der klassisch kubanische Tabakgeschmack, der für die Qualität in der Zigarren- und Zigarilloproduktion spricht, wird  mit dem Criollo und Corojo Samen erreicht. 

Auf den Samen kommt es an

 Corojo Pflanzen werden im Schatten großer Baumwollplanen gezogen und heißen auf Spanisch Tabaco Tapado –"abgedeckter Tabak". Der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung führt zu größeren und dünneren Blättern an der Tabakpflanze, die aufgrund ihrer feinen Aderung als besonders hochwertig gelten. In der Zigarrenherstellung werden diese besonders aufwendig angebauten Tabakblätter hauptsächlich als Deckblätter verwendet und zählen zum teuersten Tabak Kubas. 

Pflanzen aus dem Criollo Samen hingegen gedeihen unter der vollen Sonne Kubas und entwickeln einen intensiveren Tabakgeschmack. Je nach Blattanordnung an der Pflanze selbst, werden die verschiedenen „Blatt-Etagen“ unterschiedlich stark der Sonne ausgesetzt, was sich wiederum auf den Geschmack des Tabaks unterschiedlich auswirkt. Criollo Tabak wird  in der Einlage und als Umblatt verwendet. Das bekannteste Anbaugebiet liegt in der Provinz Pinar del Rio, im westlichen Teil Kubas und wird jedem Aficionado ein Begriff sein: Vuelto Abajo. Auf den Tabakplantagen wie San Luis und San Juan Martinez reift Tabak, der in der Tiefe der sandigen Böden auf mineralische Erdschichten stößt und so in seiner Struktur und Aromatik zu den besten und hochwertigsten seiner Art zählt.Neben der Region Vuelta Abajo weisen auch die Regionen Semi Vuelta (Um- und Einlagetabak), Partido (Deckblätter) und das größte Anbaugebiet Vuelta Arriba perfekte Wachstumsbedingungen auf, die für den Tabakanbau auschlaggebend sind. 

Echte Havannas & Mini Cubanos

Eine echte Habanos stammt aus Kuba und wird aus kubanischem Tabak hergestellt. Der Vertrieb und die Herstellung selbst unterliegen strengsten Qualitätskriterien des staatlichen Tabakmonopolisten Habanos S.A.. Im Sprachgebrauch trägt eine kubanische Zigarre auch den Namen Havanna, welcher sich von der Hafenstadt Havanna als Handelsort ableitet.

Eine echte Havanna-Zigarre, ist zu 100% aus kubanischem Tabak von Hand hergestellte Zigarre. Die einzigartige Qualität und der individuelle und unverwechselbare Geschmack des kubanischen Tabaks verhelfen der Kubanerin zu einem solch exzellenten Ruf.

Ein echter kubanischer Zigarillo wird ebenfalls in Kuba produziert und besteht wie Ihre großformatigen Schwestern aus reinem kubanischem Tabak. Für die vorwiegend maschinelle Herstellung von Zigarillos kommen hauptsächlich die unteren Blätter der Tabakpflanze zum Einsatz. Die dem Boden am Nächsten wachsende Blätter der Tabakpflanze, das sog. libre de pie auch bekannt als Sandblätter, enthalten eine Vielfalt an Aromen und geben dem Endprodukt, dem Zigarillo einen aromatischen Charakter. Die maschinelle Fertigung ist keinesfalls negativ zu betrachten, so kann eine gleichbleibende Qualität der Produkte gewährleistet werden . Auch für die Herstellung eines Zigarillos kommen reine Tabakblätter als Um-und Deckblatt zur Verwendung und bieten jedem Aficionado eine vielfältige Aromenwelt, die von der jeweiligen Marke unterstützt wird.

Der kubanische Rauchgenuss eines Zigarillos entspricht etwa einer Zeit von 10-15 Minuten. Im Durchschnitt definiert sich ein Zigarillo aufgrund seiner Größe mit einer Länge von 82 mm und Breite von ca. 8 mm. Auch hier bieten kubanische Marken unterschiedliche Formate an. Bei Zigarillos wird zwischen Mini, Club oder Purito unterschieden.  Die kleinen und dünneren Zigarren unterliegen im gleichen Maße den Qualitätskriterien des stattlichen Tabakmonopolisten Habanos S.A. wie kubanische Zigarren. Seit der Entstehung der ersten Zigarrenmanufakturen auf Kuba verbinden die noch heute bekannten Marken wie Cohiba , Romeo y Julieta, Partagas, Montecristo, J.L.Piedra, Guantanamera und Trinidad, kubanische Tradition und Kultur mit perfektioniertem Handwerk.

Zusammenfassend kann man sagen, das der aufwendig ausgeübte Tabakanbau auf kubanischen Böden, die sorgsame Reifung unter perfekten klimatischen Bedingungen und die anschließend perfekte Verarbeitung des Tabaks, nach jahrhundertalter Tradition den Zigarren und Zigarillos ihre kubanische Identität verleiht und sie zu etwas Besonderem macht. 

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